27 Aug

Craft Women’s Run in München

So, jetzt ist es also soweit: Ich habe mich für den Craft Women’s Run am 3. September 2016 angemeldet. Zwar nur für die 5-Kilometer-Strecke, aber immerhin.

Nicht, dass fünf Kilometer weit wären. Wenn man aber ein untrainierter Couchpotato ist so wie ich, dannsind 5 Kilometer lang. Endlos lang. Und blasengefährlich. Sehr blasengefährlich. Bei meinem ersten Women’s Run über fünf Kilometer hatte ich im Zieleinlauf eine dicke, fette Wasserblase am Zellenballen des rechten Fußes.

Foto: Craft Women’s Run

Meine Rettung war das Women’s Village und der Stand von Compeed, die fleißig Blasenpflaster verteilten. In nächsten Jahr setzte ich auf regelmäßiges Training und neue Laufschuhe. Und Laufsocken, die tatsächlich helfen. Dem Fußballen zumindest. Und ich lief die fünf Kilometer sogar in einer erträglichen Zeit. Doch dann hörte ich mit dem regelmäßigen Training auf. Die neuen Laufschuhe gammelten in der Ecke rum und die Laufsocken wurden zum Golfspielen angezogen.

Das ganze Jahr nehme ich mir schon vor, wieder mit dem Laufen anzufangen. Meiner Figur hat es sehr gut getan. Aber erst war es kalt, dann regnete es. Und dann war es heiß, zu heiß, um mit dem Laufen anzufangen. Und dann die viele Arbeit, im Büro, mit dem Blog, keine Chance zum Laufen zu kommen. Jetzt ist es fast Ende August und in einer Woche will ich fünf Kilometer laufen. Ob man Kondition über ein Jahr konservieren kann? Wenn man nie trainiert? Ich befürchte nicht. Also wird ein kräftiger Muskelkater auf mich warten am Montag nach dem Women’s Run.

Foto: Craft Women’s Run

Doch mitmachen will ich auf alle Fälle. Denn es ist ein Riesenhappening. Letztes Jahr gab es beim siebten Women’s Run im Münchener Olympiapark einen neuen Teilnehmerrekord: Über 4.600 Läuferinnen und Walkerinnen bevölkerten in ihren brombeerfarbenen Laufshirts das Gelände zwischen Olympia-Schwimmbad und Olympia-Stadion. Die Spannung steigt wirklich hoch, wenn der Startschuss fällt und sich mehrere tausend Frauen in dunklem Pink in Bewegung setzen. Unter dem Dach des Olympia-Stadions hindurch laufen in Richtung Landshuter Allee und dort ein kleines Stück parallel zur Straße laufen. Dann geht es rechts ab durch das Olympiadorf und wieder zurück über den Georg-Brauchle-Ring zum Stadium. Eine dunkelpink-brombeerfarbene Schlange zieht sich durch den Olympiapark. Die Laufstrecke ist abgesteckt, damit es keine Kollisionen gibt mit den anderen Parkbesuchern, die spazieren gehen oder Rad fahren. Aber entlang der Strecke stehen auch die Familien der Läuferinnen und feuern jede Läuferin an. Bei Kilometer drei bekommen wir wie die Laufprofis Wasser in Pappbechern – nur das Trinken während des Laufens muss erst gelernt werden. Mütter laufen mit ihren Nachwuchs in den Sport-Buggies, Freundinnen haben sich zu Laufgruppen verabredet. Es ist ein bunter Mix aus passionierten Läuferinnen aller Altersklassen und  jungen und älteren Frauen, die vermutlich nur dieses eine Mal im Jahr laufen. Das Schönste ist jedoch die unendliche Begeisterung, die alle Teilnehmerinnen erfasst. Es macht einfach Spaß, in dieser brombeerfarbenen Riesenschlage durch den Olympiapark zu laufen. Ein Teil der 4.600 Läuferinnen zu sein.

Ein Gedanke zu „Craft Women’s Run in München

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