Endlich Urlaub

Stegersbach
Die Therme des Larimar in Stegersbach

Wir hatten diesen Urlaub schon lange geplant, doch meine Lungenentzündung machte uns fast einen Strich durch die Rechnung. Endlich war ich auf dem Weg der Besserung und der Arzt meinte, ein Wellness-Urlaub sei nun genau das Richtige für mich.

Weg vom Büro, vom Telefon, vom Internet. Doch Halt. Bei den beiden ersten Punkten konnte ich noch zustimmen, aber bei der dritten „Auflage“ regte sich heftiger Widerspruch in mir. Ohne Internet? Die Welt rauscht an mir vorbei und ich bekomme es nicht mit?

Also gibt es ein bischen Internet wie zum Beispiel wie zum Beispiel diesen Artikel und mit zwei Tipps zum befriedigenden Nichtstun.

  1. Internet nur wenig und gezielt einsetzen

Natürlich möchte ich nicht komplett off-line im Urlaub sein. Schliesslich  dreht sich die Welt weiter und ich will nicht nach zwei Wochen „wie  frisch vom Mond gekommen“ im Büro stehen. ich habe einen lieben, langjährigen Kollegen, der es jedes Jahr schafft, für drei Wochen komplett off-line zu sein. Er meldet sich per E-Mail ab, benennt seine Vertretung für dringende Fälle und zieht sich in sein Refugio in Ungarn zurück. Kein Wifi, kein Telefon. Bewundernswert. Nun ich bin hier in Stegersbach zwar nahe der ungarischen Grenze, aber ich geniesse es gerade sehr, dass ich diesen Post online schreiben kann.

So gibt es morgens und abends ein kurzes Abrufen der E-Mails, ob etwas wichtiges dabei ist. Nur ganz wichtige E-Mails mit neuen Aufträgen werden beantwortet und dabei fällt mit auf, dass ich in meinem E-Mailspeicher 7.438 E-Mails mit mir herum schleppe. E-Mails, die sich über Jahre angesammelt haben, weil das Thema könnte mal interessant werden, wenn ich mal den richtigen Asnsprechpartner brauche, finde ich ihn über die E-Mail-Suchfunktion. Blödsinn. Was ich bis jetzt nicht als relevantes Thema angesehen habe, werde ich auch die nächsten Monate nicht als angesagt ansehen. Vor allem weil sich jeden Tag neue Themen, Trends und Ideen ergeben.

Auch als Adressdatenbank machen die E-Mails keinen Sinn. Denn nichts ist peinlicher, als irgendwo anzurufen und zu hören: „Nein Herr XY arbeitet schon ein Jahr nicht mehr bei uns.“ Da hätte ich auch keine Lust, jemanden, der offensichtlich so hinter dem Mond lebt, brandeilig und topaktuelle Infos zu liefern.

2. Entrümpeln befreit

So ein Urlaub zeigt mir immer knallhart auf, mit wie wenig Kleidung ich eigentlich auskommen würde. Meist bringe ich einen Teil meiner gepackten Sachen wieder ungetragen zurück. Doch zu Hause bricht unser Kleiderschrank aus allen Nähten. Es ist im Urlaub wie im Leben zu Hause, die Liebingssachen zieht man an, bis sie einem fast vom Leib fallen. Und die ganzen Fehlkäufe und Schnäppchensünden bleiben ungetragen im Schrank. So habe ich vor einiger Zeit mein Kofferpacken dahin gehend geändert, dass ich in den Urlaub nur noch meine Lieblingssachen und vor allem Teile mitnehme, die entweder ein bischen „mitwachsen“ sprich zum Beispiel einen verdeckten Gummizug (ach was für ein brutales Wort, aber saubequem) haben oder bei der Abreise noch gut locker sitzen. Alles, was beim Kofferpacken eng sitzt oder kneifft, bleibt zu Hause. Denn ausgerechnet jetzt im Urlaub werde ich nicht die überflüssigen Pfunde verlieren – zumindest nicht den ersten Tagen. Und im Urlaub zählt jeder Tag.

 

2 thoughts on “Endlich Urlaub

    1. Liebe Madlen,
      so eine kleine Offline-Pause tut ganz gut und ein Urlaub ist ideal dafür. Obwohl es auch sehr viel Spaß macht, im Garten zu liegen und die Poolbilder zu posten… Wie immer im Leben, die Dosis macht´s. Liebe Grüße aus dem Urlaub, der viel zu schnell vergeht.

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