Impressionen von der Johannifloßprozession 2017

Bayern ist wunderschön und gerade die kleineren Veranstaltungen sind so besonders. Weil sie wirklich gelebt werden und nicht wie das Oktoberfest zum Rummelplatz aller Trägerinnen von Schlamperdirndl und Riesengamsbarte verkommen sind. Ein schönes Beispiel ist für mich immer wieder Wolfratshausen. Hier wird Tracht getragen, einfach weil man sie anhat und nicht weil Oktoberfest ist. Oder in die Nähe rückt.

Traditionen werden also nicht nur groß geschrieben, sondern auch gelebt. So auch bei der diesjährigen Johannifloßprozession. Dieses Brauchtum aus dem Mittelalter geriet eine Zeitlang in Vergessenheit und wird seit 1910 wieder alle drei Jahre in Wolfratshausen durchgeführt.

Johannifloßprozession
Begleitet von den kirchlichen Würdenträgern: Die Statue des Heiligen Johannes Nepomuk

Eine Prozession zu Wasser

Zu Beginn der Floßsaison wird die Statue des Heiligen Johannes Nepomuk, die sonst bei der Johannesbrücke steht,  in einer Prozession gezeigt. Aber nicht auf dem Landweg, wie man das so kennt, sondern auf dem Wasser. Die Statue wird auf ein Floß gesetzt und fährt von vielen Ehrengästen aus der lokalen Politik es zur Alten Flößlände. Dort gibt es einen Gottesdienst und anschließend werden die Flöße gesegnet. Nach drei Böllerschüssen geht es zurück auf das Floß und dieses fährt unter der hell erleuchteten Sebastianisteig durch. Auf dem Sebastianisteig gab es vor lauter Zuschauern keinen freien Platz mehr. Das Floß fährt weiter unter der Andreasbrücke, die ebenfalls noch gut gesäumt war von den Schaulustigen bis zum Kastelmühlwehr. Auf der Loisach sind Fackeln auf kleinen schwimmenden Inseln angezündet. Die Kinder können über eine eigene Floßrutsche im Alten Japanischen Garten ihre selbstgebastelten Flöße in die Loisach setzen. Mit den Teelichtern auf den kleinen Flößen war es dieses Mal nichts – die Strömung der Floßrutsche war zu stark und löschte die kleinen Kerzen.

Der allgemeinen Stimmung tat dies aber keinen Abbruch als das erste Floß, begleitet von der Blasmusik unter dem Sebastianisteig durchfuhr. Fast ganz Wolfratshausen war unterwegs und wir natürlich auch. Begleitet von Brunello, der alles bis zu den Böllerschüssen ganz toll fand. Dann war seine Begeisterung vorbei.

Dieses Jahr waren es sogar drei Flöße, die an der Prozession teilnahmen. Die Teilnehmer des 30. Deutschen Flößertages nahmen auf dem dritten Floß Platz, während das zweite Floß für die Ehrengäste aus der Politik reserviert war. Wer mehr über die Johannifloßprozession lesen möchte, hier geht es zum Blog.Wolfratshausen.de

Doch jetzt viel Spaß bei den Bildern der Johannifloßprozession  und wir sehen uns bei der nächsten Johannifloßprozession in 2020.

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