15 Aug

E-Mails – Segen oder Last?

Ich hatte es ja bereits in meinem Urlaub angedeutet, dass ich mich mal um das Ausmisten der 7.541 E-Mails kümmern werde. Gestern habe ich den ganzen Tag damit verbracht, E-Mails aus den Jahren 2013 2014 und 2015 zu sichten und zu löschen. So ganz freiwillig passierte es allerdings nicht, denn ich hatte mein Macbook mit meinem Riesen-Email-Account und vor allem den vielen Anhängen überladen und nichts ging mehr.

Es kamen auch vorher so kleine Hinweise – also eigentliche Hilferufe meines MacBooks – dass der Speicher nun voll sei und ich müsse die Platte leeren. Aber die Hinweise kamen immer genau in dem Moment, als ich absolut gar keine Zeit dafür hatte. Aber schnell ganz große Datenanhänge downloaden musste.

So passierte, was passieren muss: Das Macbook ließ sich nicht mehr starten und nun war das Jammern groß. Nach einiger Internet-Recherche fand ich wenigstens eine Tastenkombi, bei der ich mir zwar fast die Finger brach, aber das Macbook startete. Und so verbrachte ich den Sonntag damit, meine E-Mails der letzten Jahre durchzusehen.

E-Mails löschen ist eine Reise in die Vergangenheit

Das ist wie eine kleine Reise in die Vergangenheit. Im Dezember 2014 waren wir zum Shooting der Türkei und schon im August begann die Suche nach einer geeigneten Shooting-Location und die ersten E-Mails wurden an Hotels gesandt. Dann kann die Ausschreibung für den Fotografen und die Bewerbungen trödelten ein, ebenso wie die Antworten auf die Anfragen bei den Fotomodells. Ob ich das Shooting heute wieder so machen würde – ja, vielleicht nur mit kleinen Änderungen. Doch die ganzen E-Mails brauche ich heute nicht mehr – weder die Preisangebote der Fotografen noch die Antworten der Hotels sind zwei Jahre später noch verwertbar. Also Löschtaste gedrückt.

Nach den E-Mails kamen die Bilder dran. Bilder sind auch die Ursache für volle Festplatten, sie werden nur noch durch Videos getoppt. Bilder abzulegen, macht auch nur dann Sinn, wenn sie ordentlich beschriftet sind. Alles in einen Ordner mit der allgemeinen Bezeichnung Urlaub 2015 zu speichern, macht in drei Jahren keinen Sinn mehr, weil sich niemand mehr erinnern kann, wo das damals war.  Außer man war nur einem Hotel und an einem Strand. Aber wer ist das schon?

Und dann waren die Programme an der Reihe. Brauche ich wirklich X-Code, wenn ich doch alle meine Homepages wie diesen Blog zum Beispiel in WordPress angelegt habe? Im Laufe der Zeit sammeln sich viele Programme an, die nur selten angewandt werden. Auch hier ging ich mit kritischem Auge und schnellem Lösch-Finger drüber.

Das Schöne ist, dass so ein Festplatten-Aufräumen ebenso befreit, wie das Ausmisten der Wohnung. Und das Macbook jetzt wieder startet. Und ihr diesen Artikel lesen könnt.

Für diese Woche habe ich mir vorgenommen, mich jeden Tag von drei E-Mail-Verteilern abzumelden, dessen E-Mails ich meist nicht lese. Denn so voll möchte ich mein Postfach nicht mehr werden lassen.

Unterstützend werde ich dabei das Buch “Feng Shui gegen das Gerümpel im Kopf: Blockaden lösen mit Energetischer Psychologie” von Michael Bohne lesen. Der Titel (aus 2007) ist zwar nicht mehr brandneu, deshalb schon sehr günstig im Antiquariat zu haben.

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