20 Jahre Smartphone – Happy Birthday

Wer hätte das gedacht? Unser unersetzliches Smartphone feiert Geburtstag. Am 15. August 1996 brachte Nokia den 9000 Communicator auf den Markt. Mit dem Communicator konnte man nicht nur telefonieren, sondern auch Word, Kalender und einiges mehr aufrufen und vor allem auf das Internet zugreifen.

Eine befreundete Agentur-Chefin hatte so ein Teil. Was habe ich sie um dieses beneidet! Sie klappte es am Tisch auf und ein kleiner Bildschirm in Grautönen und eine QWERTZ-Tastaur erschienen Das mit dem Tippen war etwas gewöhnungsbedürftig und wir alle hingen an ihren Fingern, wenn sie tippte. Nur beim Telefonieren war ihr das 400 Gramm schwere Teil eine Last an ihren Ohren.

Bis 2010 brachte Nokia ständig verbesserten Ausgaben des Communicator auf den Markt. Mir waren sie immer zu schwer. Ich wurde bald süchtig nach dem Blackberry, der leichter war und den ich aus den USA kannte. Dort rannte jeder mit so einem Teil durch die Gegend und tippte wie wild auf der kleinen Tastatur rum.

Der Blackberry 5810 kam 2002 auf den Markt und wog 139 Gramm war also endlich Abendhandtaschen-tauglich. Der E-Mail-Verkehr lief über den Server des Unternehmens und am Ende des E-Mails stand immer: Sent by my Blackberry. Trotzdem dauerte es bei mir noch bis 2008 bis ich endlich in den Besitz eines Smartphones kam. Einen iPod zum Musikhören hatte ich, ein Mobiltelefon auch und die E-Mails musste ich auf dem Laptop abrufen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mit aufgeklappten Laptop auf der Suche nach einem Wifi-Netz war.

Apple-Chef Steve Jobs stellte am 9. Januar 2007 das erste iPhone aus dem Silicon Valley vor, das die Funktionen der drei Geräte in einem vereinen sollte. Musik hören, E-Mails lesen und telefonieren mit nur einem Gerät? Auch der übliche Stift entfiel, man drückte einfach auf kleine Quadrate auf dem Display. Im nächsten Jahr kam mit dem iPhone 3G eine UMTS-Version auf den Markt. Damit konnte man nun endlich auch fernab ab Wi-Fi-Netze  über das Telefonnetz der Mobilfunkanbieter surfen.

2008 war aber auch das Jahr, in dem Apple seinen App-Store starte und dies groß in Deutschland eingeführt wurde. Die Telekom war damals Vorreiter in Sachen iPhone und verkaufte das Gerät für ihr Netz. Wir bekamen damals einen Auftrag, einen Text zu schreiben, in dem iPhone G3, die Apps und die neue Möglichkeit, über das Telefonnetz überall online zu seine, erklärt wurden. Als ich alles verstanden hatte, war ich nur noch sprachlos über diese Möglichkeiten, die das neue iPhone G3 bot.

Eine Freundin hatte das brandneue iPhone G3 und begeistert sahen wir ihr zu, wie sie das kleine, handliche iPhone aus der Tasche nahm, als es läutete. Sie sah auf das Display, erkannte, dass ihr Mann anruft und steckte das iPhone wieder weg. Verstört fragten wir sie, ob sie nicht den Anruf annehmen wolle. „Ich kann damit noch nicht telefonieren, aber ansonsten ist es toll. Ich weiß ja jetzt, dass man Mann angerufen hat und mit seinem Termin fertig ist.“

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Heute empfange ich meine E-Mails auf der Laufuhr, die mit GPS meine Strecke aufzeichnet und meinen Puls misst. Auf dem Smartphone sehe ich mir beides an. Bin ich schneller oder weiter gelaufen? Mein iPhone ist inzwischen das iPhone 6s, das so gute Foto macht, dass kaum noch ein Unterschied zur digitalen Spiegelreflexkamera (bei optimalen Lichtverhältnissen) sichtbar ist. Schon frühmorgens beginnt der Tag mit der Suche nach dem Smartphone, denn in einer App speichere ich meinem Kampf mit der Waage ab. Die App stellt das Ergebnis in einer Kurve dar, die zeigt, ob ich zu- oder abnehme.

Wie ist es Euch mit Euren ersten Smartphone ergangen? Könnt Ihr Euch noch erinnern? Könnte Ihr Euch heute ein Leben ohne Smartphone vorstellen? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

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